Selbsthilfegruppen


Für die vergessenen Opfer

für Angehörige und Bekannte von Straffälligen

Eine Straftat innerhalb der Familie oder im Bekanntenkreis ist ein einschneidendes Ereignis – sowohl für die straffällig gewordene Person, wie auch für deren Umfeld (Partner/innen, Kinder, Eltern, Freunde, Bekannte,....). Es folgen Untersuchungshaft, Befragungen, Prozess, Gefängnisaufenthalt oder ambulante Auflagen/Weisungen.

 

Angehörige von Straffälligen - die vergessenen Opfer - sind mit ihren Unsicherheiten, Ängsten und Fragen oft auf sich alleine gestellt. Eine Auswahl von möglichen Fragen, die Angehörige beschäftigen:

  • Was sage ich unseren Kindern?
  •  Wen informiere ich? Wie informiere ich? Wieviel will/kann/muss ich preisgeben?
  •  Wie reagiere ich auf bemitleidende oder abwertende Blicke aus dem Umfeld?
  •  Was haben wir als Eltern falsch gemacht?
  • Habe ich mit der Anzeige alles noch schlimmer gemacht?
  • Soll ich weiter zu meinem Sohn/Partner halten?
  • Wohin gehe ich mit all meinen Emotionen?
  • Was bedeutet die Diagnose meines Sohnes?
  •  Wie soll unsere Leben nach der Haft weitergehen?

Angehörige wissen, dies ist nur ein kleiner Ausschnitt von Fragen, die ihnen den Schlaf rauben, den Appetit verderben, traurig, wütend und hilflos machen können.

 

Die offene Gesprächsrunde ist ein monatlicher Treffpunkt an einem neutralen Ort, um Menschen kennen zu lernen, die Ähnliches erleben. Die Erfahrung zeigt, dass es hilfreich sein kann, Erlebtes auszutauschen und in einem geschützten Rahmen über Schwierigkeiten zu sprechen, die bei Nicht-Betroffenen oft auf Unverständnis stossen.

 

Die Gruppe wird von Melanie Bitterli, Psychologin mit forensischer, thrapeutischer und heilpädagogischer Erfahrung moderiert und begleitet.

 

Die Gesprächsrunde findet jeden 1. Montag im Monat statt

Zeit: 19.30 bis 20.30 Uhr

neue Termine nach den Sommerferien

Anmeldung: jeweils bis Sonntagabend vor dem Treffen

Kosten: die Gruppe ist kostenlos