Angehörigengruppe


Treffpunkt für Angehörige von Straftäterinnen und Straftätern

 

Im nachfolgenden Text wird zwecks besserer Lesbarkeit von männlichen Straftätern und ihren Angehörigen gesprochen. Mit inbegriffen sind Straftäterinnen und deren Angehörige.

 

Eine Straftat innerhalb der Familie oder im Bekanntenkreis ist ein einschneidendes Ereignis – sowohl für den Täter wie für dessen Umfeld (Partnerinnen, Kinder, Eltern, Freunde, Kollegen,....). Es folgen Untersuchungshaft, Befragungen, Prozess, Gefängnisaufenthalt oder ambulante Auflagen/Weisungen.

 

Angehörige von Straftätern sind mit ihren Unsicherheiten, Ängsten und Fragen oft auf sich alleine gestellt. Eine Auswahl von möglichen Fragen, die Angehörige beschäftigen:

 

Was sage ich unseren Kindern?

 Wen informiere ich? Wie informiere ich? Wieviel will/kann/muss ich preisgeben?

  Wie reagiere ich auf bemitleidende oder abwertende Blicke aus dem Umfeld?

 Was haben wir als Eltern falsch gemacht?

Habe ich mit der Anzeige alles noch schlimmer gemacht?

Soll ich weiter zu meinem Sohn/Partner halten?

Wohin gehe ich mit all meinen Emotionen?

Was bedeutet die Diagnose meines Sohnes?

  Wie soll unsere Leben nach der Haft weitergehen?

 

Angehörige wissen, dies ist nur ein kleiner Ausschnitt von Fragen, die den Schlaf rauben, den Appetit verderben, traurig, wütend und hilflos machen.

 

Die Angehörigengruppe für Straftäter ist ein monatlicher Treffpunkt an einem neutralen Ort, um Menschen kennen zu lernen, die Ähnliches erleben. Die Erfahrung zeigt, dass es hilfreich sein kann, Erfahrungen auszutauschen und in einem geschützten Rahmen über Schwierigkeiten zu sprechen, die bei Nicht-Betroffenen auf Unverständnis stossen.

 

Die Gruppe wird von Melanie Bitterli, Psychologin mit forensischer Erfahrung, moderiert und begleitet.

 

Nächste Daten: 2.12.2019 / 06.01.2020

Anmeldung: jeweils bis am Sonntag vor dem Treffen

Fragen und Anmeldung:  info@therapiehuesli.ch oder 077 533 32 25